Die Seele der größten Städte Asiens

Posted: May 12, 2012 in Deutsch, Wanderlust
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(To read the article in English click here!)

Vergiss alles was du über Städte zu glauben dachtest. London, New York, Rom; das sind Städte der Vergangenheit, dessen Bedeutung von den neuen Mega-Metropolen in Ostasien in den Schatten gestellt wird. Ob man die geschäftigen Straßen Bangkoks , die grellen Lichter Macaus, die Bienenstock ähnlichen Apartmentkomplexe Seouls, das überholspurartige Leben Hongkongs, die durchweg geöffneten Geschäfte Taipeis oder einfach nur die monströsen Ausmaße Tokios nimmt; nichts auf der Welt ist vergleichbar. Ein einzelner Tag alleine reicht schon aus um zu realisieren, dass “Westliche” Kulturen und im Besonderen “Westliche” Städte Jahre und manchmal sogar Jahrzehnte hinterher hinken. Zu recht trägt Ost-Asien das Label “Entwicklungsregion”, da hier wirklich noch Entwicklung statt findet, während Europa in einen tiefen Schlaf aus Stagnation und Status-quo fällt. Um meine Ansicht ein bisschen besser verstehen zu können, teile ich hier meine Erfahrung und meine Bilder, welche ich während meiner einmonatigen Ost-Asien Reise gemacht haben. In dieser Zeit habe ich Bangkok, Taipei, Seoul, Macau und Hong Kong besucht. Falls ihr einen tieferen Einblick in Tokio haben wollt, seht euch bitte meine älteren Artikel an, im Besonderen über Tokio’s Skyline.

Bangkok

Es ist eine chaotische Stadt. Motorräder, Mopeds, Roller, Autos und Rikschas fahren wie verrückt die Straßen entlang, sodass man lieber um sein Leben rennt, wenn man die Straße heil überqueren möchte. Neben wunderschönen goldenen Tempeln (ihr könnt mehr darüber in meinen Artikel über Tempel lesen) wird die Stadt vor allem von flachen und zerbrechlichen Gebäuden beherrscht. Die wenigen Hochhäuser, die es gibt, sind vor allem luxuriöse Apartments oder Hotels in der nähe des Flusses, welcher auch eine der Haupttransportationsstraßen ist. Oft sind diese Hochhäuser

 direkt in kleinen schäbigen Nachbarschaften angesiedelt, was der Stadt als solches einen interessanten heterogenen Charme gibt. Aufgrund des Mangels an Neonreklamen ist die Stadt selber nicht so erstrahlt wie seine Ost-Asiatischen Nachbarn, aber dafür gibt es kaum einen besseren Platz für atemberaubende Sonnenuntergänge.

Taipei

Ich muss gestehen: von allen Orten in Ost-Asien, hab ich mich vor allem in Taipei verliebt. Die gesamte Infrastruktur ist sehr ähnlich zu Tokio. Ähnliche Gebäude, ein ähnliches U-bahn System (nur sehr viel kleiner) und sogar ähnliche Geschäfte und Shopping-centers. Was mich jedoch besonders beeindruckt hat war vor allem die Menschen (ihr könnt mehr darüber in meinem Artikel über Ost-Asiatischen Menschen lesen) und der Preis. Im Vergleich zu Tokio bekomme ich den selben Lebensstandart, manchmal sogar besser, für einen viel kleineren Preis. Fahrkosten, Essen und soziale Aktivitäten kosten meist nur die Hälfte des Preises in Japan und man kann des weiteren einen perfekten Mix aus japanischer und chinesischer Kultur erleben. Besonders einer Erwähnung wert, sind die super lang geöffneten Nachtmärkte und das beeindruckende Taipei 101 (welches angeblich 101 Etagen hat). Beides sind die Wahrzeichen der Stadt. 

Seoul

Seoul ist nicht gerade eine schöne Stadt. Wie ich schon vorher erwähnt habe, erinnert sie mich mehr an einen riesigen Bienenstock mit gigantischen Apartmentgebäuden als an eine richtige Stadt. Ihre Populationsdichte ist 5 mal höher als die Berlins, was das Bild von “Vielen Menschen auf winzigen Wohnraum” widerspiegelt. Den besten Blick auf diesen Betondschungel erhält man vom Seoul-Tower, vermutlich dem schönsten Gebäude hier. Auf der anderen Seite hat Seoul einige der besten, interessantesten und interaktivsten Museen, die ich je gesehen habe. Viele der verstaubten Geschichtsmuseen in Europa könnten sich davon eine Scheibe abschneiden. Und was am erstaunlichsten ist: Alle Museen sind umsonst! 

Macau

Dieser Ort war wie eine Erleuchtung für mich. Das “Las Vegas” Asiens ist ein Ort voller Kontraste und Widersprüche. Auf der einen Seite kann man riesige, leuchtende Kasinos bewundern, die jeden Tag hunderttausende von Menschen anziehen und ein komplett künstliches Stadtbild erzeugen. Auf der anderen Seite gibt es hier Jahrhunderte alte portugiesische Kolonialbauten und Kirchen, die einen glauben lassen, dass man sich zur Zeit im kleinen Europa befindet. Und zwischen diesen Welten aus Geschichte und Moderne gibt es sogar noch richtige Menschen die hier zurechtkommen und leben. 

Hong Kong

Es gibt keinen Ort in der Welt, der geschäftiger als Hong Kong sein könnte. Jemand den ich in dieser non-stop Metropole getroffen haben, sagte mir “Was Hong Kong an einem Tag schafft, schaffen andere Städte in 2 oder 3!” Das Leben hier ist so schnell und in in solch einer Eile, das man eigentlich nie so richtig das Gefühl hat ausspannen zu können. Restaurants, Züge, Geschäfte; überall sind schlangen, überall wartet jemand darauf deinen Platz zu bekommen, sobald du fertig bist. Jedoch scheint Hong Kong, im Vergleich zu Bangkok mehr geordnet und strukturiert zu sein. Die Menschen hier scheinen einen Weg gefunden zu haben, durch das tägliche Chaos problemlos zu navigieren. Etwas was für einen Touristen manchmal nicht ganz einfach ist. Am wichtigsten jedoch ist: Es gibt kaum eine Stadt, die eine schönere Skyline als Hang Kong hat.

Ich hoffe dieser Artikel kann einen kleinen Einblick auf meinen Eindruck von einigen der größten Ost-Asiatischen Städte widerspiegeln. Mein nächster Artikel ist über die Menschen der Region. Wenn ihr mehr über Tokio lesen wollt, seht euch bitte meine anderen Artikel und Fotos an.

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